Kurz und knapp: GRANDIOS!
Was für ein ausgezeichnetes event. Was Regensburg nicht nur mit dem äusserst beeindruckenden Stadion sondern auch mit der gesamten Organisation auf die Beine gestellt hat, sucht seines Gleichen in Europa.
Die Öffentlichkeitsarbeit war exzellent. Schon im Vorfeld der WM waren die regionalen Gazetten voll von Berichterstattungen. Neben Radiopräsenz waren auch etliche Fernsehsender vor Ort und haben ausführlich über das Turnier berichtet.
Der große Helferstab während der WM war stets freundlich und hilfsbereit. Baseballfans aus dem gesamten Land waren bestens gelaunt und sorgten bei allen Spielen für eine Klasse Stimmung.
Die groundscrew arbeitete auf dem Level professioneller Minor League groundskeeper.
Ich kann mich nicht erinnern, einen bad hop gesehen zu haben. Das Feld war einfach clean.
Als ob das viertägige Baseballfest im und ums Stadion nicht schon genug gewesen wäre, nach den night games ging die Party bei diversen offiziellen WM Feiern in der Stadt Regensburg weiter. Allein die Idee, solche Party`s zu organisieren, um Baseballfreunde aus dem ganzen Land in lockerer Atmosphäre "offiziell" zusammen zu bringen, gebührt schon ein dickes Lob.
Eine rundum gelungene Baseball Weltmeisterschafts Vorrunde, die Regensburg mit ihren beteiligten Helfern und Mitarbeitern auf die Beine gestellt hat. Super Werbung für den deutschen Baseball, super Werbung für den Baseballstandort Regensburg!
Zum sportlichen:
Wie ich es erwartet habe, waren der Großteil der Spiele blowouts. Die Begegnung Venezuela - USA (13-9 in 11) war ein packender vier Stunden Krimi vor 4200 Zuschauern. Wer unter diesen 4200 Leuten im Stadion das erste Mal beim Baseball war und nach so einem Spiel nicht wieder Baseball sehen möchte, muss verrückt sein oder eine Aversion gegen Sport an sich haben.
In dieser Partie durfte ich dann auch das erste Mal die neue, sogenannte "extra inning Regel" erleben. Eine wirklich hässliche Regel. Ab Inning Nummer 10 werden runner auf eins und zwei gestellt, während sich beide Manager davor entscheiden dürfen, in welchem spot der lineup begonnen wird.
Zu dieser irrsinningen Regel aber vielleicht noch gesondert etwas.
Nach der Überraschungsniederlage der US Amerikaner gegen Venezuela scheint Team USA nun gut ins Turnier gefunden zu haben. In der Zwischenrunde in Italien hat das "Minor League Allstar Team" drei von drei Spielen souverän gewonnen und die Qualifikation für die Endrunde schon so gut wie sicher.
Schon vor dem Start der WM mein Favorit auf den Titelgewinn: USA.
Bis auf vier Spieler im roster sind ausschliesslich Triple A guys am Start. Justin Smoak (AAA Texas Rangers) macht seinem Namen alle Ehre und killt jeden Fehler der gegnerischen Pitcher. 6 Homeruns, 14 rbi`s und eine Avg. von .450 in 5 Spielen.
Zum deutschen Team: Schade das es mit der zweiten Runde nicht geklappt hat, aber jeder einzelne im deutschen Trikot hat sein Land würdig vertreten. Gute Arbeit!
Während den Tagen in Regensburg habe ich unter anderem einen noch ziemlich jungen Baltimore Orioles Scout kennengelernt. Etwa mein Alter. Der Kerl war mal organisiert! Research über jeden einzelnen Spieler, ich dachte ich hab google neben mir sitzen.
CD
p.s.: Mir fällt noch was zu dieser neuen sonderbaren extra-inning Regel ein: Um das Ganze zu modifizieren, noch skurriler zu gestalten und das Spiel zu einer kompletten Farce verkommen zu lassen, hier mein Vorschlag: Ab inning 12 wird das Alu-inning eingeführt. Ab jetzt haut jeder mit Aluschlägern. Ab inning 13 dann, wenn das Spiel noch immer nicht vorbei ist, werden pro Team und pro inning jeweils ein Spieler der starting lineup im dugout gelassen. Solange bis nur noch die beiden pitcher übrig sind. Zudem wird ab inning Nummer 14 mit einem 1-1 count begonnen...
Eine so ähnliche extra-inning Regel ist im Softball ja usus und völlig normal. Ein Grund mehr warum ich mit Softball nichts anfangen kann...
Donnerstag, 17. September 2009
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